Gesundes Schlafen

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Eine ausgedehnte Nachtruhe ist keine Zeitverschwendung – im Gegenteil, während des nächtlichen Schlummerns verbringt der Körper wahre Meisterleistungen.
Warum Schlafen so wichtig ist
Knapp ein Drittel des Lebens verschläft der Mensch. Für den Körper ist Schlaf lebenswichtig, er dient der Regeneration und Reparatur aller Organe. Schlaf ist nicht das Gegenteil von Wachen, auch ist er keine Zeitverschwendung, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Zwar fährt der Organismus Funktionen wie Herzschlag und Blutdruck herunter, ist aber gleichzeitig hochaktiv. Vor allem das Immunsystem arbeitet im Schlaf. In der Nacht werden besonders viele Stoffe ausgeschüttet, die die Immunabwehr steigern.
Auch fürs Hirn ist Schlafen wichtig. In der nächtlichen Ruhepause verarbeitet das Gehirn, die Informationen, die im Laufe des Tages gesammelt wurden. Zwischen den Hirnzellen werden neue Synapsen und neuronale Schaltkreise gebildet, das Gedächtnis verlagert Daten aus dem Kurz- in den Langzeitspeicher.

Ungefähr alle 90 Minuten wechseln sich Phasen von so genanntem REM-Schlaf und Tiefschlaf ab. „REM“ steht für Rapid Eye Movement (= schnelle Augenbewegung). Traumschlaf an.  Neue Untersuchungen belegen, dass auch in nicht REM-Schlafphasen geträumt wird, jedoch sind die Träume realistischer, eher wie Gedankengänge. Über die Funktion des REM-Schlafes herrscht noch Unklarheit. Es wird jedoch vermutet, dass während dieser Schlafphase erlebte Situationen verarbeitet und aufgenommene Informationen zum Teil im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Die Rolle der Träume wird dabei noch erforscht.

Das „normale“ Schlafmaß gibt es nicht. Großteils bestimmen Erbanlagen den Schlafbedarf. Erwachsene schlafen durchschnittlich sieben bis acht Stunden. 7,5 Stunden gelten als optimale Schlafdauer – sie verspricht das längste Leben. Es gibt aber auch Menschen, die sich schon nach fünf Stunden Schlaf gut erholt fühlen, während andere über zehn Stunden benötigen, um tagsüber frisch zu sein.